Venedig, die „Serenissima“, ist eine Stadt, die es so nur einmal auf der Welt gibt. Sie liegt auf einem System von mehr als 100 Inseln inmitten der venezianischen Lagune und ist bekannt für ihre reiche Geschichte, ihr wertvolles künstlerisches Erbe, ihre Paläste am Wasser, die von Gondeln durchquerten Kanäle und jene romantische, beinahe schwebende Atmosphäre, die sie zu jeder Jahreszeit zu einem unvergesslichen Reiseziel macht.
Venedig und das Festa del Redentore 2026: was Sie vom Marina di Venezia aus entdecken können

Vom Marina di Venezia aus erreichen Sie die Stadt bequem mit einer rund 35-minütigen Fahrt mit dem Motorschiff. Schon die Überfahrt ist ein stimmungsvolles Erlebnis und ideal, um einen Urlaubstag in einen besonderen Ausflug zu verwandeln – auf den Spuren Venedigs und seiner authentischsten Traditionen.
Wenn Sie uns fragen, welche Sehenswürdigkeiten in Venedig besonders wichtig sind, ist unser erster Tipp fast immer der Markusplatz, das symbolische Herz der Stadt, mit der majestätischen byzantinischen Basilika, dem ikonischen Campanile und der zeitlosen Eleganz seiner Arkaden. Auf dieser Liste darf auch der Dogenpalast nicht fehlen, Hüter der politischen und institutionellen Geschichte der Serenissima, ebenso wenig wie die Rialtobrücke, die den Canal Grande überspannt und einen der eindrucksvollsten Ausblicke auf das Leben und die Bewegung der Stadt bietet.


Doch Venedig ist weit mehr als seine berühmtesten Orte. Es ist eine Stadt voller Kunst, verborgener Details, stiller Perspektiven und jahrhundertealter Traditionen, die ihr authentischstes Gesicht erzählen. Zu den Festen, die den Venezianerinnen und Venezianern besonders am Herzen liegen, gehört ohne Zweifel das Festa del Redentore, das 2026 am Wochenende von Samstag, dem 18. Juli, und Sonntag, dem 19. Juli, gefeiert wird.
Das Festa del Redentore hat seine Wurzeln im 16. Jahrhundert, als Venedig von einer schweren Pestepidemie heimgesucht wurde. Um das Ende der Krankheit zu erbitten, gelobte die Regierung der Republik, auf der Insel Giudecca eine Kirche zu Ehren von Christus dem Erlöser zu errichten. Seitdem erneuert die Stadt jedes Jahr diese tiefe Verbindung zwischen Erinnerung, Glauben und Gemeinschaft und macht das Redentore-Fest zu einem Ereignis, das Spiritualität, volkstümliche Tradition und eindrucksvolle Inszenierung miteinander vereint.


Der Entwurf der Kirche Il Redentore wurde Andrea Palladio anvertraut, einem der einflussreichsten Architekten der italienischen Renaissance. Sein Stil, inspiriert von der Harmonie der klassischen Architektur und zugleich mit großer Modernität neu interpretiert, hat auch in Venedig bedeutende Spuren hinterlassen. Ein Tag in der Stadt kann daher zur idealen Gelegenheit werden, einer ungewöhnlichen Route auf den Spuren Palladios zu folgen.
Der Rundgang kann im Sestiere Castello beginnen, einem ruhigeren und authentischeren Viertel abseits der meistbesuchten Routen, in dem der venezianische Alltag noch in einem langsameren Rhythmus verläuft. Hier können Sie die Konkathedrale San Pietro di Castello und die Kirche San Francesco della Vigna bewundern, deren Fassaden mit Palladios Entwürfen verbunden sind. Anschließend führt die Route weiter zur Insel Giudecca, wo sich die Kirche Santa Maria della Presentazione, auch Le Zitelle genannt, und vor allem die Kirche Il Redentore befinden, das Zentrum der religiösen Feierlichkeiten während des Festes.
Auch die Kirche San Giorgio Maggiore, die auf das Markusbecken blickt und Besucherinnen und Besucher mit einer der elegantesten Perspektiven der Lagune empfängt, ist ein Meisterwerk Palladios. Mit ihrem Campanile und dem spektakulären Blick auf Venedig ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann die Route in den Gallerie dell’Accademia abschließen, wo zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe aufbewahrt werden, die den Einfluss des venezianischen Architekten auf die Stadt und die Kunstgeschichte erzählen.

Dieser Route gerade in den Tagen des Festa del Redentore zu folgen, bedeutet, Venedig in einem besonders intensiven und authentischen Moment zu erleben. Zu diesem Anlass wird die traditionelle Votivbrücke errichtet, eine provisorische Verbindung, die die Zattere mit der Kirche Il Redentore auf der Insel Giudecca verbindet und es Venezianerinnen, Venezianern und Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, den symbolischen Ort des Festes zu Fuß zu erreichen.
Der am meisten erwartete Moment ist jedoch der Abend des Samstags, 18. Juli 2026, wenn sich das Markusbecken mit Booten füllt, die mit Lichtern, Dekorationen und Farben geschmückt sind. Der Tradition entsprechend essen viele Venezianerinnen und Venezianer auf dem Boot typische Gerichte, während sie auf das Feuerwerk warten, das die Lagune ab 23:30 Uhr erleuchtet. Die Spiegelungen des Feuerwerks auf dem Wasser verwandeln Venedig in eine natürliche Bühne und schaffen eine bewegende Atmosphäre, die man nur schwer vergisst.


